Axel Stave (12):
"The Whale steht für Meer und Hoffnung"

Wenn ich groß bin, möchte ich Fußballprofi werden - oder Polizist oder Meeresbiologe, erzählte Axel Stave, als wir ihn zum ersten Mal als Zehnjährigen trafen.

Heute ist er 12 Jahre alt und findet, dass The Whale ein wirklich schönes Gebäude wird. - Wie würdest du es beschreiben?, fragen wir.

- Ich würde sagen, es ist ein Gebäude, das vom Meer handelt, sagt Axel und denkt einen Moment nach, bevor er fortfährt: und von Hoffnung.

Axel ist einer von vielen Jugendlichen, die am Programm „Oceans of Hope“, einer Initiative von The Whale, teilgenommen haben. Er erklärt es so:

- Es geht um uns, wir, die heute Kinder sind, und es geht – wie der Name schon sagt – um Hoffnung und um das Meer. Ja, ganz einfach um die Hoffnung, die wir Kinder für das Meer haben, sagt Axel.

Er findet wichtig, dass das Meer ein Freund ist.

- Meine Familie betreibt hier auf Andøya das nördlichste Surfcamp der Welt, Andøya Arctic Aloha. Es liegt in Åknes, an der Südwestküste unserer Insel. Deshalb bin ich oft mit meinem Vater auf dem Surfbrett im Wasser, erklärt Axel.

Er bezeichnet die Wale als schöne und lustige Tiere.

Axel findet, wir sollten keinen Müll ins Meer werfen, und meint, je besser unser Verhältnis zum Meer ist, desto größer ist die Chance, dass wir uns um das Meer und die Lebewesen darin kümmern.

- Mehr Menschen sollten das Meer zum Freund haben, sagt Axel.

The Whale fußt auf den Hoffnungen der jungen Generation.
Alex

4000 Kilometer

- Die Pottwale, die sich im Meer hier vor Andenes aufhalten, werden bei den Azoren geboren und wandern den ganzen langen Weg hierher, wenn sie erwachsen sind. Das sind weit über 4000 Kilometer von den Azoren bis zur scharfen Kante des Kontinentalsockels hier vor Andøya. Die Leute von The Whale sind zu den Azoren gereist, um zu hören, welche Hoffnungen die Kinder dort für das Meer haben. Und dann haben sie gemerkt, dass die eigentlich ziemlich ähnlich denken wie wir. Ihnen ist wichtig, dass die Verschmutzung des Meeres jetzt gestoppt wird. Wir wohnen weit voneinander entfernt, wir sprechen Norwegisch, und sie sprechen Portugiesisch. Trotzdem haben wir einige der gleichen Hoffnungen. Das ist seltsam und irgendwie auch schön, sagt Axel.

A hand in a knitted sleeve points to a spot in the North Atlantic on a colorful map near Iceland and Greenland.

- Alle Hoffnungen, sowohl die der Kinder auf den Azoren als auch unsere hier im Norden, sind in mehrere Kurzfilme geflossen, die The Whale im Internet gezeigt hat. Und aus unseren Hoffnungen wurde auch eine Ausstellung gemacht, die sowohl hier auf Andøya als auch zum Abschluss von Bodø 2024 gezeigt wurde. Da war unsere Provinzhauptstadt europäische Kulturhauptstadt, erzählt Axel.

A classroom scene with an adult seated and children sitting on the floor, one child raising a hand near a chalkboard.
- Und wenn du The Whale besuchst, musst du nach dem Knochen suchen, der statt eines Grundsteins im Boden liegt. In dem Knochen befindet sich eine Schatulle, die vom Inselkünstler Bent Aune gestaltet wurde. In der Schatulle – die aus Treibholz gefertigt ist – liegen die Hoffnungen der Kinder von Andøya und den Azoren. Auch meine Hoffnung. Es ist schön zu wissen, dass im Fundament von The Whale die Hoffnungen der Kinder für das Meer liegen
Axel

Auch in der weiterführenden Schule

Auch Jugendliche in der weiterführende Schule haben sich bei Oceans of Hope engagiert. Im Herbst 2023 lud The Whale zu seiner ersten Hybridkonferenz ein – einer Konferenz, die gleichzeitig an zwei Orten stattfand und eine Mischung aus Live-Vorträgen und über das Internet auf Großbildschirme übertragenen Vorträgen war.

Während die Biologin Hanne Strager die Konferenz für die Schülerinnen und Schüler der Polarsirkelen videregående skole in Mo i Rana leitete, moderierte die Meeresbiologin Camilla Ilmoni das Programm in Fyrvika. Mehrere hundert Schülerinnen und Schüler erlebten einen spannenden Tag.

Sie hörten unter anderem Vorträge von:

  • Juli Packard vom Monterey Bay Aquarium
  • Heidi Pearson von der Universität in Alaska
  • Peter M. Haugan vom Institut für Meeresforschung in Bergen
  • Audun Rikardsen von der Universität Tromsø
  • Der Fischerin Monica Amsen aus Andenes
  • Dem Künstler Pål Moddi Knutsen von der Insel Senja
  • Dem Fotografen und Abenteurer Tord Karlsen aus Bleik sowie Axels Vater Anders Stave.
Person standing in front of a filled auditorium with tiered blue seats, wearing a scarf and necklace.

Die Konferenz endete mit den Jugendlichen.

- Für die Jugend in der Provinz Nordland ist die Umwelt wichtig. Die Art, wie wir heute leben, reisen und wirtschaftlich tätig sind, legt die Grundlagen dafür, wie die Zukunft aussehen wird. Deshalb ist es wichtig, dass wir mit dem grünen Wandel beginnen, und dabei muss Nordland vorangehen, sagte Markus Gabor aus Mo i Rana. Er war zu der Zeit auch Mitglied im Jugend-Landesrat.

- Liebe Politikerinnen und Politiker, es ist an der Zeit, Klima und Meeresqualität ernsthaft auf die Tagesordnung zu setzen. Wenn ihr euren Teil beitragt, werden wir jungen Menschen unseren Teil der Verantwortung übernehmen, sagte Elida Lian aus Andenes. Damals war sie Vorsitzende der Schülervertretung der Andøy videregående skole.

A person walks along a snowy path beside a large red lighthouse tower under an overcast sky.

Torstein Raabys Pullover

2026 war Axel Stave Erzähler im Kurzfilm „Hoffnung für das Meer“. Im Film trägt er einen schönen Wollpullover – einen ganz besonderen Isländer. Er gehörte dem Abenteurer Torstein Raaby und wurde kurz vorher von einer Frau, die in Australien lebt, nach Andøya zurückgegeben. Axel wurde damit der erste Einwohner von Andøya, der diesen Pullover trug, seit Raaby ihn selbst getragen hatte. Torstein Raaby war der einzige Nordnorweger in Thor Heyerdahls Mannschaft an Bord des Kon-Tiki-Floßes.

Thor Heyerdahls Theorie besagte, dass Polynesien von Menschen aus Südamerika besiedelt wurde, nicht nur von Asien aus. Indem er mit einem primitiven Balsaholz-Floß etwa 7000 km von Peru nach Polynesien segelte, zeigte er, dass es für präkolumbianische indigene Völker möglich war, den Pazifik mithilfe von Meeresströmungen und Winden zu überqueren. Während der Expedition richtete die Mannschaft jedoch zunehmend ihren Fokus auf die Meeresverschmutzung.

Youtube video image